Nachhaltige Mode und Accessoires nachhaltige Kleidung kaufen

Nachhaltige Mode und Accessoires – 5 Gedanken

Sommerzeit. Sommerschlussverkauf. Wer nachhaltige Mode und Accessoires sucht und faire Mode online finden möchte, sucht letztlich mehr als nur Bio – Kleidung. Dieser Beitrag ist für Menschen gedacht, die nachhaltige Mode und Accessoires kaufen und sich vorher informieren möchten.

Inhalt

  1. Nachhaltige Mode – Was ist das?
  2. Kleidung nachhaltig produzieren
  3. Kinderarbeit in der Textilbranche
  4. Nachhaltige Mode und Accessoires kaufen – 2 Modelabels aus Europa
  5. Nachhaltige Mode durch Upcycling, Recycling, ‘Second Hand’ und Minimalismus

1. Nachhaltige Mode – Was ist das?

Was ist überhaupt mit nachhaltiger Kleidung gemeint? Das österreichische Forum Umweltbildung fasst dies hier zusammen als “Bekleidung, die aus umweltfreundlichen Materialien hergestellt und bei deren Herstellung soziale Aspekte berücksichtigt werden”.

2. Kleidung nachhaltig produzieren

Zu den ökologischen Standards der Herstellung von nachhaltiger Kleidung wird beim Anbau der Rohstoffe bzw. bei der späteren Herstellung darauf geachtet, dass

  • schädliche Chemikalien (Pestizide beim Anbau) vermieden werden;
  • pflanzlische Fasern benutzt werden und nicht Chemiefasern, bis hin zur völligen Vermeidung von tierischen Materialien – was in diesem Beitrag jedoch nicht Schwerpunkt sein wird;
  • mechanische Verfahren eingesetzt werden;
  • auf einen niedrigen Ressourcenverbrauch von z.B. Wasser oder Energie geachtet wird (alles ebd.);
  • aber auch bereits vorhandene Stoffen neue Verwendung finden durch sogenanntes Upcyclen oder Recyclen – dazu finden Sie hier mehr.

Zu den sozialen Standards gehören laut dem bereits erwähnten österreichischen Forum Umweltbildung (a.a.O.) weiterhin

  • angemessene Arbeitszeiten;
  • faire Löhne;
  • ausreichender Arbeitsschutz;
  • ein Verbot von Zwangsarbeit und Diskriminierung;
  • soziale Absicherungen;
  • die Möglichkeit einer Gewerkschaftszugehörigkeit und
  • die Abschaffung von Kinderarbeit.

Weltweit arbeiten zu viele minderjährige Kinder gegen einen Hungerlohn. Gleichzeitig ist ihnen der Zugang zu Bildung häufig verwehrt. Dazu können Sie hier mehr lesen.

3. Kinderarbeit in der Textilbranche

Am 12. Juni war der Welttag gegen Kinderarbeit. Zum Beispiel soll Kinderarbeit verboten sein, wenn das Fairtrade-Siegel für nachhaltigen Baumwoll-Anbau vergeben wird, siehe hier. Durch die Folgen der weltweiten Covid-19-Krise sehen diverse Organisationen Kinder besonders gefährdet, (wieder oder weiter) ausgebeutet zu werden, zum Beispiel Plan International hier. Da viele Textilien in ärmeren und strukturschwachen Ländern hergestellt werden, sind Kinder und Frauen besonders betroffen, in einer nicht nachhaltigen Produktion zu landen.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) hat einen Flyer im September 2019 herausgegeben. Auf 40 Seiten geht es in dem PDF Download um alle wesentlichen Aspekte und auch Zielsetzungen des sogenannten Textilbündnisses. Es soll nachhaltige Mode produziert werden. Außerdem sollen in Partnerländern des Bundes die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie verbessert werden – vereinfacht gesagt.

Wie können modebewusste Kundinnen Mode bewusst kaufen? Achten Sie auf Kleider und Textilien aus dem ‘Fair Trade’ oder auf Labels, die Organisationen angehören, die auf nachhaltige Mode und Accessoires wertlegen. Es kostet Sie womöglich zusätzliche Recherche. Gleichzeitig lohnt sich die kurzfristige Mühe für ein langfristig verändertes Kaufverhalten.

4. Nachhaltige Mode und Accessoires kaufen – 2 Modelabels aus Europa

Zertifizierung. Zunächst einmal sollte man wissen, dass nachhaltige Mode nicht einheitlich zertifiziert ist. Stattdessen gibt es verschiedene Organisationen bzw. Zertifikate, die eigene Standards und teilweise Betonungen haben, siehe erster Absatz. Wer gern mehr über die jeweiligen Zertifikate wissen möchte, findet hier die wichtigsten erklärt. Einige Modelabels sollen Sie auch mit Namen und Hausnummer kennenlernen. Zwei werden näher vorgestellt.

King Louie. Seit 2015 gehört die Marke King Louie aus Amsterdam zur Fair Wear Foundation (FWF), um nachhaltige Kleidung zu produzieren. Nächstes Jahr wird sie 30 Jahre alt. Hier erläutert das Label Näheres zu den Standards, denen es sich unterworfen hat. Blumenmotive, Vintage & schöne Kleider – so lässt sich King Louie zusammenfassen.

Thought. Diese auf Natürlichkeit und Farben in Uni setzende britische Marke hat Strick aus Peru und Nepal genauso im Angebot wie Öko – Kleidung aus Bambus. Die aktuelle Kollektion bietet Kleider im Stil von Tuniken an sowie jede Menge Overalls / Jumpsuits.

Mehr Ressourcen. Weitere Marken, die auf nachhaltige Kleidung wertlegen, sind zu hier finden:

5. Nachhaltige Mode – Upcycling, Recycling, ‘Second Hand’ und Minimalismus

Trends in der Bekleidungsindustrie sind Recycling, Upcycling, Kauf von Kleidung aus zweiter Hand und Minimalismus bezüglich Outfits. Das besondere dieser Tendenzen zu mehr Nachhaltigkeit in der Bekleidungsbranche ist, dass sie gesellschaftlich akzeptabel geworden sind.

Mit gutem Beispiel voran gegangen sind Frauen von aktuellen oder früheren Staatsmännern, die dasselbe Teil nicht nur zur einem einzigen Anlass getragen haben. Dazu gehören z.B. Michelle Obama hier oder Herzogin Catherine ‘Kate’ Elizabeth Middleton von Windsor, siehe hier, die ihre Outfits recyclet haben und damit zu Trendsettern nachhaltiger Mode stilisieren.

Fashion United stellt hier 10 Initiativen der Modebranche vor, die nachhaltige Mode und Accessoires im Frühjahr 2020 betreffen. Dazu gehören Initiativen größerer Versandhändler bzw. Warenhäuser genauso wie Veränderungen mancher Schuh-Labels oder nachhaltige Umstandsmode. Wer übrigens Accessoires für die Zeit nach der Schwangerschaft sucht, wird in diesem Beitrag fündig.

Nachhaltige Mode und Accessoires – lieber ein Stück weniger im Sommerschlussverkauf aussuchen, dafür bewusst.

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