Margarete Steiff Bären

Margarete Steiff und die Teddybären

Heute wissen nur wenige Kunden der Steiff-Teddybären, dass die Erfinderin keine gewöhnliche Kindheit hatte. Sie ging durch Therapien und Rehas, um am Ende doch keine Heilung zu erleben. Aber möglicherweise wurde durch all dieses Erleben aus ihr die Person, die vielen Kindern später Freude machte. Neugierig geworden? Dann lesen Sie weiter. Keine Zeit? Hier geht’s direkt zum Buchtipp für Kinder.

So fing es an – die Damenschneiderei

In der Firmenchronik der Margarete Steiff GmbH wird von einer Krankheit im Kleinkindalter berichtet, die ein Arzt später als Kinderlähmung diagnostizierte. Es bedeutete, dass Margarete Steiff eine Körperhälfte nur eingeschränkt bewegen konnte. Dennoch wuchs sie als fröhliches Kind auf, nahm als Zuschauerin Anteil am Leben der Geschwister und als junge Erwachsene eine Schneiderlehre auf.

Ihre beiden Schwestern führten eine Damenschneiderei und stellten ihre Schwester Margarete als Mitarbeiterin ein, sobald diese ihre Schneiderlehre erfolgreich beendet hatte. Die Schwestern schieden jedoch bald aus, so dass Margarete Steiff die Damenschneiderei alleine weiterführte.

Als Margarete Steiff 33 Jahre alt war, wird im Jahre 1880 die Margarete Steiff GmbH gegründet, wie aus der Firmenhistorie hervorgeht. In einer Zeit, die nach dem Durchbruch als Höhepunkt der Industrialisierung in Deutschland angesehen werden kann, gründet diese Frau nun eine Firma. Weiterhin scheint es, dass sie einen festen Glauben an Gott hatte, der ihr möglicherweise bei einem beruflichen Schritt wie diesem Kraft gab.

“Margarete Steiff und der Teddybär” – eine Geschichte für Kinder

Daher kann Margarete Steiffs Lebensgeschichte als wissenswert für Kinder gelten. Wer diese und weitere lesenswerte Biografien für Kinder ab ca. 10 Jahren sucht, der findet sie herausgegeben von Margitta Paul im Band: “Wenn das Eis singt. …noch mehr Geschichten für Kids.” Das Buch ist derzeit vergriffen, aber gebraucht über Amazon hier zu finden. Die darin erschienene Kurzgeschichte basiert auf der biografischen Vorlage von Maria von Koenneritz mit dem Titel: “Margarete Steiff und der Teddybär”, Steinkopf-Verlag, Stuttgart.

Warum ist ihre Lebensgeschichte interessant für Kinder? Zunächst einmal wird sie spannend erzählt – wie auch alle anderen biografischen Abrisse über Helen Keller, John Newton, Pauline Hamilton, Charles Spurgeon und andere. Die Geschichte der Margarete Steiff beginnt wie auch die meisten der übrigen Lebensausschnitte in ihrer Kindheit. Und es ist doch immer interessant für Kinder zu lesen, was andere Kinder früher erlebt haben.

Glaube und Behinderung bei Margarete Steiff

Einer der großen Schwerpunkte der Kindergeschichte ist das Thema einer körperlichen Behinderung von Kindesbeinen an. Dieses Handycap begleitet den jungen Leser genau wie die großen Fragen, die sich auch Kinder stellen:

  • Wo kommt eine Behinderung her;
  • Warum gibt es manchmal keine Möglichkeit der Heilung;
  • Wie geht die Familie mit einer unveränderlichen Diagnose um;
  • Wie lebt es sich mit einer schweren Behinderung;
  • Kann der Glaube an Gott Hilfe sein, eine Behinderung anzunehmen?

All diese Herausforderungen und Fragen haben eins gemeinsam – nämlich, dass es keine allgemeingültige Lösung gibt. Es gibt Optionen, und diese werden in der Erzählung der Lebensgeschichte aufgeworfen. Das Leben dieser Frau kann Hinweise geben, wie sie selbst mit Schwierigkeiten umgegangen ist. Dies kann einem Kind helfen, selber nach Antworten auf die eigenen Lebensfragen zu suchen. Und das ist die große Stärke der Kurzgeschichte im empfohlenen Buch. So verknüpft die Autorin kindgerecht und unaufdringlich das Lebenswerk einer Frau mit den großen Lebensfragen, die schon Kinder bewegen und auf die der christliche Glaube eine Antwort geben kann.

Arbeit und Liebe bei Margarete Steiff

Aber darüber hinaus wird nicht nur das Thema der Behinderung bedient. Stattdessen betont die Autorin, wie eine Persönlichkeit mit Kreativität, Erfindergeist und Mut in ihrer Umgebung Neues schaffen und Gutes bewirken kann. Dieser Teil der Biografie weist jedem Menschen einen Weg dahin, sein Leben zum Guten für die Mitmenschen einzusetzen.

In ihrer Damenschneiderei steigt die Nachfrage nach Spielzeugen. So passt Margarete Steiff das Sortiment an. Sie fertigt diverse Tiermodelle als Plüschtiere an. Diese werden immer mehr gekauft, so dass die emsige Schneiderin neue Arbeitsplätze schafft, Frauen in der Umgebung die Möglichkeit zum Zuverdienst für ihre Familien ermöglicht und schließlich eine Produktion mit internationaler Reichweite aufbaut.

Der berühmte “Teddy”-Bär wird schließlich sogar beim damals amtierenden Präsidenten der USA, Theodore Roosevelt, als Tischdeko dienten. Nach seinem Kosenamen “Teddy” wurden seither die Steiff-Bären auch “Teddybären” genannt. In der Geschichte werden auch weitere Details genannt, wie die Steiffbären ihre Berühmtheit in Amerika erlangten. Kinder wie Erwachsene mochten die weichen Plüschtiere – und bis heute ist ‘Steiff’ ein führender Name in der deutschen Spielzeugindustrie.

Lesetipps mit Hintergrundinfo. Monumente online. Dieser Internetauftritt setzt Menschen und Dingen ein virtuelles Denkmal. Der Lauinger-Verlag stellt eine Biografie von Gabriele Katz für Erwachsene zum Verkauf inklusive Leseprobe. Und zuletzt sei eine Kulturseite der Region Stuttgart zu empfehlen, auf der ebenfalls Gabriele Katz eine kurze Zusammenfassung als Co-Autorin veröffentlicht hat. Die Spielzeugfirma findet man auch gelistet bei Südwest-Textil, dem Verband der südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie.

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“Denn das unnütze Suchen nach Heilung lässt einen Menschen nicht zur Ruhe kommen.” Margarete Steiff

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